Artgerechte Freilandhaltung von Landschildkröten


Marion Minch (Karlsruhe)

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Bis in die 80er-Jahre galten – vor allem europäische – Landschildkröten als billiges Mitbringsel aus dem Urlaub am Mittelmeer. Wer in dieser Zeit zum Beispiel die jugoslawische Küstenstraße entlanggefahren ist, wird sich der Anbieter am Straßenrand erinnern.

Die Situation hat sich inzwischen komplett gewandelt: Mit verbessertem Schutz und besserer Kenntnis der Arten hat die Schildkrötenzucht in Privathand inzwischen zuvor unvorstellbare Erfolge erzielt. Es gibt kaum eine Art, die mit entsprechendem Einsatz nicht regelmäßig nachzuziehen ist. Eine der wichtigsten Voraussetzungen zur erfolgreichen Haltung und Zucht fast aller sowohl tropischen als auch in gemäßigten Zonen vorkommenden Arten ist die ganzjährige oder zumindest zeitweilige Unterbringung in einem geeigneten Freilandterrarium. "Landschildkröten müssen raus ins Freie" ist das Credo vieler bekannter Züchter. Dies funktioniert allerdings nur mit der notwendigen Technik.

Marion Minch aus Karlsruhe hält und züchtet seit "Ewigkeiten" sowohl europäische als auch tropische Arten, zum Beispiel
Testudo hermanni, aber auch Geochelone-Arten. Aus ihren Erfahrungen heraus hat sie nicht nur verschiedene Wissensportale aufgebaut, sondern auch ein Geschäft gemacht und bietet Gehege, Futtermischungen und Technik, ohne die man diese Tiere ihrer Erfahrung nach nicht halten kann.



Geochelone-pardalis-300
Auf der Breeders' Expo bietet sie einen Vortrag, der sich nicht auf Habitat- oder Artenporträts konzentriert, sondern auf prinzipielle Grundlagen der Landschildkrötenhaltung:

• Was füttere ich?
• Wie bringe ich die Tiere unter?
• Wie baue ich ein Gehege?
• Welche Technik wird benötigt?
• Welche rechtlichen Vorschriften muss ich beachten?
• Wie finde ich einen guten Tierarzt?
• Wie funktioniert der Winterschlaf?
• Unterschiede zwischen europäischen und tropischen Landschildkröten hinsichtlich Futter, Platzbedarf und Kostenaufwand

Marion setzt dabei auf "klares Deutsch" statt Fachjargon, weil sie glaubt, dass zu viel Taxonomie und anderes Kauderwelsch Anfänger nur verwirrt. Und sie ist in ihren Vorträgen ganz pragmatisch: Wer eine Frage hat, wird gebeten, sie sofort zu stellen. Das macht Marions Vorträge nicht nur unterhaltsam, sondern immer wieder lehrreich für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Weitere Infos:
www.chelonia.de www.chelonium.de www.samenkiste.de