Thinking big – ein Leben mit Netzpythons
Karsten Wöllner (Bissendorf)
Der
Netzpython (Broghammerus
reticulatus) ist die
größte lebende Pythonart. Er kann in Ausnahmefällen über 9 m
lang werden, Tiere über 7,5 m sind jedoch schon eine
Seltenheit. Die durchschnittliche Länge von Weibchen beträgt
ca. 5,5 m, von Männchen ca. 4 m. Ein Tier von 6 m wiegt bei
gutem Ernährungszustand ca. 100 kg. Die oft genutzte Angabe
einer „durchschnittlichen Länge von 7–10 m“ gehört ins Reich
der Fabel. In den letzten Jahren entdeckte Zwergformen von
einigen indonesischen Inseln haben diesen Riesenschlangen
neue Freunde erschlossen.
Die Haltung von Netzpythons erfordert bestimmte
Voraussetzungen nicht nur hinsichtlich Unterbringung, sondern
auch im Umgang mit den Tieren. Allgemein wird der Netzpython
als nervöse, ja sogar aggressive Art bezeichnet. Während dies
auf Wildfänge und oft auch deren Babys zutrifft, sind echte
Nachzuchten in der Regel sehr umgängliche, ruhige Schlangen.
Karsten
Wöllner beschäftigt sich seit 15 Jahren fast ausschließlich
mit „Retics“. Rund 20 adulte Tiere, darunter mit „Big Betty“
(etwas über 7 m, knapp 150 kg) eine der zurzeit größten
bekannten Schlangen der Welt, und eine Reihe von Nachzuchten
bevölkern die Großterrarien der speziell gebauten Anlage.
Wöllner hat sich auf natürlich vorkommende Farbformen
spezialisiert und ist ein international bekannter Züchter,
der auch in Fernsehbeiträgen und in Printmedien seine
Erfahrungen weitergibt. Mit seinem Unternehmen filaretic
erschließt er die Welt dieser Tiere in einem umfassenden
Ansatz.
In seinem Vortrag berichtet Wöllner über erfolgreiche
Methoden der Eingewöhnung, der Haltung und Züchtung mit
vielen Tipps und Tricks sowie über die Herausforderungen, die
die Anschaffung eines Netzpythons mit sich bringt. Zahlreiche
kleine Geschichten aus eigener Erfahrung und Erlebnisse
anderer Halter des Netzpythons sowie eine Vielzahl
beeindruckender Fotos runden diesen interessanten Vortrag ab.
Weitere Infos:
www.filaretic.de