Artenschutz • Protection
![]() Semiadultes Weibchen von Alligator sinensis • Subadult female of Alligator sinensis |
![]() Rana signata |
| Arten-
und Tierschutz ist für alle Terrarianer ein wichtiges
Thema bzw. sollte es zumindest sein. Das bezieht sich
auf verschiedene Vorgaben:
• Tierschutzgesetz • Artenschutzbestimmungen, vor allem die EG-Verordnung 338/97 und die Bundesartenschutzverordnung, kurz BArtSchV, in der revidierten Fassung von 1999, die die Vorgaben der Europäischen Union in deutsches Recht umgesetzt hat • Bundesnaturschutzgesetz • Die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, kurz CITES • Mindestrichtlinien für die Haltung von Reptilien und Amphibien Die sich aus oben genannten Richtlinien und Gesetzen ergebenden Vorschriften finden in der Börsenordnung der BEE ihren Niederschlag, werden während der Veranstaltung konsequent umgesetzt und durch Vertreter der entsprechenden Behörden kontrolliert. Eine wichtige Behörde für die Einhaltung der Bestimmungen zum Artenschutz ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Sitz in Bonn. Dieses ist zum Beispiel für die Ausstellung von Import- oder Exportgenehmigungen für geschützte Tierarten zuständig. Im Bereich Herpetologie ist die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) einer der wichtigsten Ansprechpartner für alle Fragen des Artenschutzes und artgerechter Haltung. Ein Verband, der sich tiergruppenunspezifisch für artgerechte Haltung einsetzt und auch die Rechte von Terrarianern stärkt und gegenüber Politik und Behörden vertritt, ist der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA). Die Mitgliedschaft ist für alle deutschen Terrarianer sehr empfehlenswert. Generell sollten folgende Spielregeln für alle Tierhalter gelten: • Jedes Tier, auch eine Kornnatter für 15 Euro, verdient jeden erdenklichen Schutz und die bestmögliche Pflege. • Kein Tier, auch kein Futtertier, sollte unverhältnismäßig leiden. Wenn eine Schlange eine Maus erdrosselt und frisst, ist das ein natürlicher Vorgang. Wenn sie die Maus aber auch abgetötet nimmt, spricht alles dafür, diese fachgerecht zu töten, bevor sie verfüttert wird. Auf der anderen Seite spricht aus Gründen des sogenannten Environmental Enrichment alles dafür, die Schlange ihr Futter selbst jagen und erdrosseln zu lassen. Es gibt also auch hier zwei Seiten der Medaille. • Wildfänge sind nicht generell zu verdammen. Die Naturentnahme richtet weit weniger Schaden an, als von meist ideologisch geprägten Kritikern angeprangert wird. Ganz im Gegenteil sichert sie vielerorts natürliche Biotope, weil die am Fang verdienende Bevölkerung diese nicht zerstört, um ihre eigene Einkommensquelle nicht zu gefährden. Brandrodung und Viehhaltung oder der Anbau von Ölpalmen zerstören das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt weitaus mehr. Unseres Wissens nach ist bislang keine einzige Reptilien- oder Amphibienart durch Naturentnahme für Haltungszwecke ausgelöscht worden. Terrarianer sollten sich allerdings vermehrt darum bemühen, ihre Tierhaltung als Produzent und nicht als Konsument zu betreiben sprich ihre Tiere artenrein zu vermehren. Dann sinkt die Importquote auf Dauer automatisch. • Terrarienhaltung kann das Überleben von Tierarten sichern. Ein aktuelles Beispiel: Die Chinesische Krokodilschwanzechse (Shinisaurus crocodilurus) steht in der Natur durch dramatische Biotopzerstörung und menschlichen Konsum kurz vor dem Aussterben. Ohne verantwortungsvolle Terrarianer würde diese Art wahrscheinlich in Kürze von unserem Planeten verschwunden sein. Umso wichtiger sind Zucht- und Erhaltungsprojekte wie unter obigem Link geschildert. Ein weiteres Beispiel ist das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz im Allwetterzoo Münster. Dort werden von Terrarianern in der Natur durch Verzehr und "pharmazeutische" Nutzung akut vom Aussterben bedrohte oder sogar bereits ausgestorbene asiatische Schildkröten gepflegt und vermehrt. • Aus vorherigem Punkt folgt: Kreuzungen verschiedener Unterarten oder sogar Arten sollten möglichst vermieden werden, zumindest bei seltenen Arten, denn sie gefährden das ohnehin meist nur beschränkte in Gefangenschaft vorhandene Genpotenzial. |
The
protection of endangered species and the animal
welfare act in Germany and other European countries
are very relevant issues for all herpers, or at least
they should be. This means several aspects and
regulations:
• German animal welfare legislation • Protection regulations, namely the EU decree 338/97 and the Bundesartenschutzverordnung, short BArtSchV, in its revised version of 1999 • German nature protection legislation • The Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, short CITES • Regulations for keeping and housing of reptiles and amphibians A number of regulations deriving from those different laws above have made their way into the Fair Rules of the BEE. They will be strictly enforced during the event and controlled by the relevant authorities. The Bundesamt für Naturschutz (BfN) is a very important authority when it comes to protection regulations. The BfN is the relevant authority for issuing import or export permits for protected species. In the field of herpetology the Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) is one of the most important contacts for all questions of protection and sufficient husbandry. The Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) is an association that more than any other supports sufficient husbandry of animals in captivity. The BfN strengthens the rights of herpers and others against politicians, authorities etc. It's very recommended for every German herper to become a member. In general these rules should apply to animal herper: • Every animal, even a corn snake for a price of 15 euros, deserves the best possible protection and care. • No animal must suffer. If a snake kills a mouse it's a natural occurrence. But if the snake accepts a pre-killed mouse, too, every aspects speaks for pre-killing it. On the other hand, for reasons of the so-called environmental enrichment, everything speaks for letting her hunt and kill the prey ... so there's two sides to this medal. • Wild-caught animals are not principally evil. Taking them from the wild means much less harm than mostly ideologically arguing so-called 'nature friends' think. Right the opposite, it secures biotopes in many cases because local people that earn money from catching and selling are keen to protect the habitats because they secure their income. Clearance by fire and keeping of livestock or plantations of oil palms mean much more danger to the environment and natural equilibrium. To my knowledge there was no species of reptiles or amphibians extinct so far due to catching species for keeping them. Nevertheless herpers should act more as producers than as consumers and breed as much as possible. This will decrease the import rate automatically. • Keeping and breeding in captivity can save the survival of endangered species. A present-day example: The Chinese crocodile lizard (Shinisaurus crocodilurus) is threatened to extinction in nature due to destruction of its habitat and human consumption. Without herpers this species will be gone from this planet in short time. Even more important are breeding projects like those mentioned under the link above. Another example is the International Centre for Turtle Protection at the Münster Zoo (about 50 kilometres from Rheda-Wiedenbrück). In this to a high degreee privately financed institution herpers strive to save and breed species of Asian turtles that are already extinct or close to extinction in the wild due to intense use for food and pharmacy products. • As a result: Crossings of subspecies or even species should be avoided, at least when it is about keeping rare species to protect the very small genetic pool in captivity. |
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